Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den AS

Peter Witte

FB BCP

Listenplatz 1

Peter, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich wurde 1961 in Neuruppin geboren und bin in einem Dorf etwa 50 km nördlich von Berlin aufgewachsen. 1980 kam ich in die große Stadt, um an der Humboldt-Universität Pharmazie zu studieren, die mich nach meiner Promotion als wissenschaftlicher Mitarbeiter unbefristet übernahm. Seit 1989 genieße ich es, in einer weltoffenen Großstadt zu leben und zu arbeiten. Nach der Schließung der Pharmazie an der HU wechselte ich 2002 mit einigen Kollegen an das Institut für Pharmazie der Freien Universität.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich kandidiere erneut für den Akademischen Senat, weil ich auch in der nächsten Amtszeit dafür eintreten will, dass die Interessen, Probleme und Wünsche des Mittelbaus an der FU stärker berücksichtigt werden. Der wissenschaftliche Mittelbau ist eine tragende Säule in Forschung, Lehre sowie der Betreuung von Großgeräten. Ich trete dafür ein, dass die Promotionsbedingungen der Doktoranden kritisch angeschaut und, wo nötig, verbessert werden und alle Doktoranden unabhängig von ihrer Stelle (Hausstelle, Stipendium, Drittmittelstelle) den gleichen Zugang zu den Weiterbildungsmöglichkeiten der FU erhalten. Ich werde mich auch in der kommenden Legislaturperiode dafür einsetzten, dass im Rahmen des zu erarbeitenden Personalentwicklungskonzeptes vielfältige Karrierewege und Perspektiven für akademische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden und es durch eine ausreichende Zahl von Dauerstellen auch Karrierewege für den Mittelbau an der Hochschule neben der Professur gibt.

Marina Allal

ZE Sprachenzentrum

Listenplatz 2

Marina, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich bin in der Nähe von Paris aufgewachsen und habe ein philologisches Studium an der Université Paris III - Sorbonne Nouvelle und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg absolviert. Zurzeit meiner Promotion war ich zunächst an der Universität de Haute Alsace als Lektorin tätig und danach als Dozentin an der neu gegründeten Pädagogischen Hochschule Luzern. 2010 zog es mich in die Großstadt und meine Wahl fiel auf Berlin, das mich durch seine Lebendigkeit und Vielfalt faszinierte, und auf die Freie Universität, die gerade bei der Exzellenzinitiative ausgezeichnet worden war. An der Freien Universität bin ich als Projektleiterin am Sprachenzentrum tätig.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich möchte aktiv am hochschulpolitischen Geschehen der Freien Universität Berlin mitwirken. Der Akademische Senat bietet dafür gute Möglichkeiten, wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Devise der Freien Universität - "veritas, justicia, libertas" – ist dabei nach wie vor maßgebend. Dafür möchte ich mich engagieren. Insbesondere gilt es, prekären Beschäftigungsverhältnissen im Mittelbau durch die Vermehrung von Zeitarbeitsverträgen und Lehraufträgen entgegenzuwirken, was Hand in Hand mit guter Lehre und Forschung gehen muss.

Nikolas Eisentraut

RechtsWiss

Listenplatz 3

Nikolas, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ab 2008 habe ich Rechtswissenschaft an der FU studiert. Während des Studiums konnte ich die FU bereits als Arbeitgeber kennenlernen, da ich als Studentische Hilfskraft mit Unterrichtsaufgaben im Tutorienprogramm des Fachbereichs gearbeitet habe. Seit 2015 bin ich nunmehr promotionsbegleitend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU tätig. Die letzten zwei Jahre habe ich zudem die Interessen meiner Kolleg*innen im Fachbereichsrat vertreten.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Der Mittelbau der FU trägt einen bedeutenden Teil der Arbeitslast der Universität. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass unsere Arbeit noch stärker gewertschätzt wird. Ganz zentral muss dafür die Grundfinanzierung der Fachbereiche wieder aufgestockt werden, um die "starken Schultern" des Mittelbaus zu entlasten. Zudem sollten Kosten für Tagungsteilnahmen und Fortbildungsreisen, die für Professor*innen ganz selbstverständlich als Dienstreisen abgerechnet werden, auch für uns vollständig finanziert werden. Weiterhin möchte ich mich dafür einsetzen, dass die FU gerechte Finanzierungsmodelle für Publikationen einführt; Wissenschaft darf nicht Selbstausbeutung bedeuten. Schließlich möchte ich mich für eine verstärkte Vernetzung der Kolleg*innen aller Fachbereiche einsetzen, damit die Anliegen aller Mitarbeiter*innen des Mittelbaus im Akademischen Senat Gehör finden.

Martha Zapata Galindo

ZI LAI

Listenplatz 4

Martha, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich wurde in Mexiko geboren und habe meine Kindheit und Jugend dort sowie in Kanada und Western Samoa verbracht. Zuerst habe ich Ingenieurwissenschaften und Philosophie in Mexiko studiert, später bin ich an die FU gegangen, wo ich 1993 in Philosophie promoviert und mich 2003 in Soziologie habilitiert habe. Seit 1997 arbeite ich am Lateinamerika-Institut im Bereich Soziologie und Geschlechterforschung. Meine Forschungs- und Lehrinteressen liegen derzeit vor allem bei Fragen der Intersektionalität in Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlicher Transformation, Demokratisierungsprozessen, Geschlechtergewalt und neuen Medien, sozialen Bewegungen sowie transnationaler Wissenszirkulation.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

In der Hochschulpolitik, besonders am LAI, engagiere ich mich seit vielen Jahren vor allem für Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung innerhalb und außerhalb der Gremien. Ich kandidiere für den Akademischen Senat, weil ich mich für bessere Arbeits-, Lehr- und Forschungsbedingungen des akademischen Mittelbaus einsetzen will. In erster Linie möchte ich mich auf die Situation marginalisierter Gruppen konzentrieren und Diversity als einem partizipativen Prozess, verknüpft mit Ansätzen von Antidiskriminierung und Interkulturalität, vertreten, damit die Bedürfnisse und Belange dieser marginalisierten Gruppen bei der Personalentwicklung der FU stärker berücksichtigt werden. Wichtig ist mir, dass sich diese Gruppen als zentrale Akteur*innen der Hochschule begreifen und endlich sichtbar werden.

Stine Gutjahr

FB GeoWiss

Listenplatz 5

Stine, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich habe im Jahr 2003 an der FU Berlin angefangen Geophysik zu studieren. Nach Abschluss meines Diploms habe ich hier 2015 promoviert und bin seitdem in Forschung und Lehre tätig. Seit 2018 habe ich eine der wenigen Dauerstellen im Institut für Geologische Wissenschaften am Fachbereich Geowissenschaften. Ich begann erst 2016, als ich das Amt der dezentralen Frauenbeauftragten am Fachbereich übernahm, mich ernsthaft mit hochschulpolitischen Themen auseinanderzusetzen. Gefördert durch das FUTURA-Programm der zentralen Frauenbeauftragten bekam ich einen Einblick in die Strukturen der Universität und ich nahm regelmäßig an verschiedenen Gremiensitzungen des Fachbereichs teil.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich möchte mich auch nach meiner Zeit als Frauenbeauftragte hochschulpolitisch engagieren. Dabei werde ich mich weiterhin für Geschlechtergerechtigkeit und familienfreundliche Arbeitsbedingungen einsetzen. Die Anzahl an Dauerstellen im akademischen Mittelbau ist viel zu gering und muss deutlich erhöht werden. Nur so können längerfristige Perspektiven und Karrieremöglichkeiten neben der Professur geschaffen werden um so auch die Qualität der Lehre und eine gute Betreuung der Studierenden zu sichern.

Klaus Scholle

ZE Studienberatung

Listenplatz 6

Klaus, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich bin Jahrgang 1957 und im nordrhein-westfälischen Velbert, der größten deutschen Stadt ohne Bahnhof, geboren und aufgewachsen. In Düsseldorf, Berlin und Wuppertal habe ich viele Jahre lang quer durch die Sozialwissenschaften studiert und beruflich noch in den 1980er Jahren in der Wuppertaler Soziologie angefangen. Nach einem kurzen Zwischenspiel als Fraktionsmitarbeiter der Grünen im Deutschen Bundestag bin ich seit Anfang 1990 als WiMi in der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung tätig. Über mehrere Amtszeiten habe ich die WiMis u. a. in der Kommission für Lehrangelegenheiten (KfL) des Akademischen Senats vertreten.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich gehöre zu dem verbliebenen knappen Fünftel der Wissenschaftlichen Mitarbeiter mit unbefristetem Vertrag. Als Dauerstelleninhaber bin ich bestrebt, diese Beschäftigtengruppe bei meinem Einsatz im Akademischen Senat und in der KfL möglichst wieder zu vergrößern: Ein starker Dauer-Mittelbau ist nicht nur für das Funktionieren der Universität unerlässlich, sondern bietet darüber hinaus auch Karriereperspektiven außerhalb der Professur.

Rainer Hellweg

Charité

Listenplatz 7

Rainer, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich wurde 1956 in Hamburg geboren und habe dort Medizin studiert und eine medizinhistorische, klassisch-philologische Dissertation geschrieben. Danach habe ich meine neurochemische Forschung im Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München aufgenommen und später dort auch meine psychiatrische Facharztausbildung absolviert. Seit 1991 arbeite ich in der Humanmedizin der FU, wurde 1998 hier für das Fach Psychiatrie habilitiert und bin seit 2003 apl. Professor. Hochschulpolitisch aktiv bin ich als FU-Mittelbauvertreter seit 1999: Außer im Akademischen Senat war ich Mitglied im Fachbereichsrat und im Kuratoriums, habe in verschiedenen Habilitations- und Berufungskommissionen mitgewirkt, war Mitglied der Interdisziplinären Kommission „Universitätsvorlesungen“ und der FU-Forschungskommission sowie der Kommission zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich kandidiere erneut, weil ich mich auch weiterhin aktiv für die Ziele der GEW-Mittelbauinitiative einsetzen möchte und glaube, dass meine langjährige Gremienerfahrung dafür von Nutzen sein wird.

Astrid Petzoldt

BCP

Listenplatz 8

Astrid, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe "Sigrist – Genetics" im Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie. Meine Forschungsthemen befassen sich mit Genetik, Zellbiologie und Neurobiologie u. a.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich kandidiere, weil ich mich hochschulpolitisch für bessere Arbeitsbedingungen und Perspektiven für den gesamten akademischen Mittelbau einsetzen möchte.

Jan Fließbach

FB PhilGeist

Listenplatz 9

Jan, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich bin zunächst zum Studium der Spanischen Philologie und der Politikwissenschaft an die FU gekommen. Dabei hat mich schnell die Sprachwissenschaft besonders fasziniert, die sich auch im Rahmen eines Auslandsjahres in Montreal zu meinem zentralen Interesse entwickelt hat. Seit 2016 arbeite und promoviere ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanische Philologie und habe dort als Mittelbauvertreter sowie als Mitglied im Instituts- und Fachbereichsrat Gremienerfahrung gesammelt.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich finde, dass der Anteil der befristeten Arbeitsverträge an den Universitäten sinken muss. Natürlich würden davon die Beschäftigten im „Mittelbau“ profitieren. Ich glaube aber, dass auch ProfessorInnen und Studierende durch mehr personelle Kontinuität gewinnen würden. Auch in der Forschung würde sich das damit verbundene Plus an Erfahrung positiv auswirken. Neben diesem Ziel möchte ich mich für Mitbestimmung und gegen Diskriminierung einsetzen. Konkret heißt das: Ich bin für eine Stärkung der Rechte der Frauenbeauftragten, für möglichst wenige Hürden bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, für Beratungsangebote für strukturell benachteiligte Gruppen. All diese Ziele brauchen eine starke Interessenvertretung, die darauf beruht, alle Arbeitsrealitäten und alle Fachbereiche miteinzubeziehen. Dafür mit der nötigen Offenheit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, das ist der Anspruch, den ich an mich und meine Kandidatur stelle.

Saskia Sell

FB PolSoz

Listenplatz 10

Saskia, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Ich habe neben Anglistik/Amerikanistik an der Humboldt Universität an der FU Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert, als klassische Doppelhauptfach-Magistra. Nebenbei habe ich als Journalistin und als studentische Mitarbeiterin auf einem Forschungsprojekt der FU und der Leuphana Universität Lüneburg gearbeitet. Seit 2010 bin ich am IfPuK in der Journalistik als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, wo ich 2016 auch promoviert habe. Ich hatte dort verschiedene spannende Aufgaben in den Bereichen Lehre, Forschung, Internationalisierung und Journalistenweiterbildung. Inzwischen leite ich unsere Journalistik-Lehrredaktion, biete Seminare im Master Medien und Politische Kommunikation an, bin in der GK für die Medieninformatik und forsche als Fellow des Margherita-von-Brentano-Zentrums.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Lehre und Forschung sind das Kerngeschäft der FU. Es sind die wesentlichen Daueraufgaben einer Universität – und zwar auf allen Hierarchie-Ebenen. Ich will mich dafür einsetzen, dass sie auch strukturell als solche organisiert werden. In meiner Zeit hier habe ich schon zu viele wirklich sehr gute Leute kommen und notgedrungen wieder gehen sehen wegen der Befristungsproblematik. Auf lange Sicht verliert die deutsche Wissenschaft so die besten Köpfe. Auch wir an der FU brauchen dringend eine nachhaltigere Personalpolitik.

Anette Simonis

Charité

Listenplatz 11

Anette, wie bist du an die FU Berlin gekommen?

Geboren in Niedersachsen, aufgewachsen in Unterfranken, Studium zuerst der Politikwissenschaft, Geschichte und Psychologie (M.A.), dann der Zahnmedizin in Baden-Württemberg; Promotion und Arbeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Tübingen. Dort habe ich mich wegen fehlender KollegInnen und häufiger Überstunden im Personalrat des Uniklinikums engagiert und dieses Engagement ab 1993 an der FU fortgesetzt. Da ich seit 1992 Mitglied der ÖTV bzw. von ver.di bin, saß ich hier schon bald für die damalige „ÖTV-Mittelbauinitiative-GEW“ im Akademischen Senat und war als Mittelbauvertreterin auch im FB Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bzw. im Universitätsklinikum Benjamin Franklin (heute Charité) aktiv. Seit 2005 bin ich Mitglied des FU-Kuratoriums. Außerdem arbeite ich für die FU als Vorstandssprecherin in der Landesvertretung des Akademischen Mittelbaus Berlin (LAMB) mit.

Wofür willst du dich hier hochschulpolitisch einsetzen?

Ich betrachte Promotion und Habilitation nicht als Ausbildungsstufen 2 und 3 für Hochschulabsolvent*innen, sondern vom Grundsatz her als Karriereetappen im Beruf „Wissenschaft“. Dauerbeschäftigung für Daueraufgaben muss zumindest nach der Promotion möglichst der Regelfall, zumindest aber wieder häufiger möglich werden; andernfalls fehlt es in Lehre und Forschung unweigerlich an Kompetenz. In der Medizin muss der Mittelbau immer mehr Zeit für Dokumentation und andere wissenschaftsferne Verwaltungstätigkeiten aufwenden, statt qualifikationsangemessen arbeiten zu können, also zu lehren, zu forschen und Patienten zu versorgen.